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KONZERT / 4500 Jugendliche wollen umstrittene Rockband hören
Rechtsradikale Dumpfbacken oder rebellisch-unangepasstes Rock-Phänomen? An der Musik der "Böhsen Onkelz" scheiden sich die Geister. Vor zehn Jahren schwor die Frankfurter Band ihren bis dato rassistischen Texten ("Türkenpack raus aus unserm Land") ab, seither gibt sie sich als geläutert. Das zahlt sich offenbar aus: Wie alle Konzerte der Onkelz-Tournee war auch das gestrige in der Donauhalle mit 4500 Karten ausverkauft - ohne dass dafür Plakate, Werbung oder öffentlicher Vorverkauf nötig gewesen wäre; Tickets gab es nur über eine Telefon-Hotline. Was das fast ausschließlich jugendliche Publikum an den Böhsen Onkelz begeistert? "Die singen übers wahre Leben", sagt ein Konzertbesucher, ein anderer findet, "dass sie sich vom üblichen Pop-Mist unterscheiden". In der Tat übt die Band in ihren mitgröltauglichen Stücken Gesellschaftskritik - wenngleich auf die derbe Art. Ob Kirche, Presse, oder "all die Lügenfratzen in der Glotze", mit ziemlich jedem Feindbild wird kurzer Prozess gemacht.
Die Polizei war übrigens vorsichtshalber mit einem Dutzend Beamten angerückt. Umsonst: Die Veranstaltung verlief friedlich.
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