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Adios

"Das Abschiedsalbum, das nicht düster und traurig klingen, sondern signalisieren soll: Es gibt ein Leben nach den Onkelz. Die Texte sind simpler, einfacher, rockiger, sehr oft mit einem gewissen Augenzwinkern geschrieben. Das Album hat viel Arbeit gemacht, klingt aber dennoch wie aus einem Guss und sehr locker. Ein würdiger Abschluss." S.Weidner

Feuer

Die Revolution
braucht neue Lieder
volle Deckung
wir sind es wieder

wir sind onklifiziert
voll und ganz
wir sind Teil
einer Protestallianz

ein Himmelfahrtskommando
kommt über's Land
unwiderstehlicher
Widerstand

Kinder und Frauen
werden evakuiert
wir bringen euch Feuer
Zeit, das was passiert


Feuer - wir bringen euch...
Feuer - wir bringen...
Feuer - und Fäkaliensprache
die Onkelz kommen - bitte weitersagen

Feuer - wir bringen euch...
Feuer - wir bringen...
Feuer - das hier ist Männersache
wollt ihr der Geschichte - Feuer unter'm hintern machen

in jeder Strasse
im Land der Paranoia
in jeder Stadt
brennt unser Feuer

wir schulden euch nichts
wir machen die Regeln
bitter,
aber so ist das Leben

ihr werdet heulen
mit den Ohren schlackern
in den Knien zittern
und mit den Zähnen klappern

das Böse in Person
ist wieder auf Mission
gib mir das Mikrofon
gib mir das Mikrofon

die letzte Warnung
tut, was wir sagen
dann übersteht ihr das
ohne großen Schaden
4 - 3 - 2 - 1

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Immer auf der Suche

die Nacht ist denen
die sie sich nehmen
50 gr. Wodka bringen mich zurück
ich bin afficionado - spirirtuose
auf der Suche nach mir selbst
und der Ganzkörper-Narkose

ich bin
immer auf der Suche nach 'ner guten Zeit
die Nacht ist lang und ich bin bereit
immer auf der Suche nach 'ner guten Zeit
der Rest ergibt sich von allein
immer auf der Suche nach 'ner guten Zeit
immer auf der Suche nach 'ner guten Zeit
viel Speed, kein Ziel und immer im Kreis

ich jage durch die Nacht, in der das Gute schläft
und das Böse erwacht
120 auf'm Tacho - ins Nirwana mit Karacho
ich trink schneller, als ich schlucken kann
ich will es wissen und die Nacht ist lang
das wird teuer - Pillen, Pilze, Paranoia

die Contenance verloren
die Synapsen eingefroren
doch im großen und ganzen
ich sag euch, lasst uns tanzen

 

Superstar

Ich seh' gut aus
Und kann doof grinsen
Ich bin Superstar
Und Einfaltspinsel

Ich mach's mit allen
Denn ich will gewinnen –
Den Pop-Olymp erklimmen

Alles was ich will – liegt auf der Hand
Alles was ich will – ist ins Lalala-Land
Ich will Mädchen, Möpse und Millionen
Mich soll der Bohlen holen

Ich bin Star
Superstar
Ich habe kein Talent, aber Disziplin
Und ich lasse mich am Piercing durch die Medien zieh'n

Ich bin Star
Superstar
Ich habe kein Talent, aber Disziplin
Und ich lasse mich am Piercing durch die Medien zieh'n

08/15
Grenzdebile
Auf Ruhm gedrillte
Pop-Maschinen

Geklonte Bands
Retortenstars
Tanzen einen Sommer
Und das war's

Die Industrie hat den großen Plan
Deutschland sucht den Superstar
Verkaufen uns Retorten-Hits
Und alle, alle singen mit
Und alle, alle singen mit

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So was hat man

ich war zu groß, zu dick, zu blass
zu irgendwas
KOMPLIZIERT
quer über die Stirn tätowiert

ein Problemkind
früh aus dem Nest gerissen
beisst in die Hand die es nährt
ich muss es wissen

ich hasste die Schule
und sie hasste mich
Kamikaze
doch ich bereue nichts

voller Wut und Aggressionen
Zeit verloren
ich wachte auf
und wurde neu gebohren


sowas hat man oder hat man nicht
sowas ist man oder ist es nicht - alle Augen auf mich
vom Prolet zum Prohet - ja sowas geht, wie ihr seht
es ist ganz leicht - wenn man weiss wie es geht

sowas hat man oder hat man nicht
sowas ist man oder ist es nicht - alle Augen auf mich
ich hab das Rad nicht neu erfunden - doch ich weiss, wie man es dreht
sowas kriegt man nicht - in die Wiege gelegt

heute begreife ich jedes Lied
als ein Sieg
über die Zeit
über Herkunft und Vergangenheit

deine Herkunft holt dich ein
du wirst nie etwas anderes sein
darum sei was du bist
egal, was das ist

Hass und Wut
stehen mir gut
ich kann's nicht lassen
muss meine Wut in Worte fassen

auf multiplen Frequenzen
ein Spiel ohne Grenzen
das Gefühl muss raus
ich kau es durch und spuck es wieder aus

 

Ja, ja

ja, jajajaja - ultra präzise und hart
ja, jajajaja - und was es uns sagt
ja, jajajaja - hört man nicht gern
ja, jajajaja - hört zu und lernt!

wir haben uns lange nicht gesehen - ja so kann's gehen
obskurer Stoff - erfasst mein System
ich sag nur: ja, ja, ist das wahr... und tue interessiert
so kann es gehen - sowas passiert

ich hiss die weiße Fahne
doch du kennst keine Gnade
nimm's nicht persönlich - die Wahrheit tut weh
es ist besser du gehst - Zeit, dass du verstehst

Ref.:
ja, jajajaja - ultra präzise und hart
ja, jajajaja - und was es uns sagt
ja, jajajaja - heißt: leck mich
ja, jajajaja - heißt: leck mich am Arsch

mysteriöse Gespräche - an der psychischen Front
selbst dein Therapeut - macht sich auf und davon
soziale Neurosen - wen interessiert's?
vom König der Idioten - einfach gar nicht ignorieren
ich war einfach nett
doch du schnürst dein Gefühlskorsett
nimm's nicht persönlich - hier stinkt's gewöhnlich
es ist besser du gehst - Zeit, dass du verstehst

Fickparolen - Pseudo-Prahlerei
billiger Witz - Gefühlsduselein

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Lass mich gehn

wir sitzen so da
wir rauchen und reden
über früher und jetzt
über alles und jeden
darüber, wer wir sind
und wer wir waren
alte Geschichten
aus besseren Tagen


lass mich gehn
lass mich gehn
kannst du nicht sehn, es nicht verstehn
ich bin nicht das
nicht das, was du aus mir machst
lass mich gehn
lass mich gehn
kannst du nicht sehn, es nicht verstehn
ich bin nicht der,
von dem du wünschst, dass ich es wär

ich weiß, du weinst
denn nichts hat sich geändert
Hass oder Blumen
sagt uns der Kalender
wir könnten so viel mehr sein
doch das Nest ist beschmutzt
wir haben uns mit einer rostigen Schere
die Flügel gestutzt

 

Fang mich

guten Tag, Tag zusammen
ich stecke eure kleine Welt in Flammen
streckt eure Lauscher aus
die Onkelz sind im Haus

ich zeige euch was mir gefällt
ich hab die Schnauze voll vom Rest der Welt
von leeren Worten, leeren Phrasen
wollt ihr ficken oder Trübsal blasen ?


fang mich wenn du kannst
benutze Herz und Verstand
keine Angst, keine Angst
ich weiß, dass du es kannst
gar nicht oder ganz
über die volle Distanz
mit dem Kopf durch die Wand
fang mich wenn du kannst

wenn der Schuh dich drückt, zieh ihn aus
wir schießen über's Ziel hinaus
was ich sage gilt für alle
wir gehen immer in dieselbe Falle

ich weiß, ich weiß, ich weiß bescheid
ich kenne den Weg aus der Dunkelheit
dies ist die Gelegenheit
seid ihr soweit ? macht euch bereit

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Einmal

warum verlaufen Dinge wie sie's tun
von Anfang an, dem Ende zu
und doch weiter als man ahnt
weiter als man sehen kann

wir messen uns an unseren Taten
denken, nur die harten kommen in den Garten
doch alles ist im Fluss
nur vergiss nicht, dass Du sterben musst

ich habe alles und doch nichts gesehen
und ich fange an zu verstehen
wer ich bin und was ich war
vielleicht zum allerersten mal


einmal, einmal kommt der Tag, der die Erlösung bringt
unser Glück ist ohnehin
immer da, wo wir nicht sind
einmal, einmal kommt der Tag, der mit dem Schicksal winkt
und wir erkennen, wer wir sind
der Tag, an dem alles neu beginnt

unser Glück war immer da
immer da, wo wir nicht waren
holen wir's uns zurück
und mehr davon, Stück für Stück

geht dein Traum in Flammen auf
such dir einen neuen aus
der Rest verschwindet von allein
dies ist ein Aufruf zum glücklich sein

wenn du fällst - helfe ich dir aufzustehen
wenn du fällst - werde ich es sehen
wenn du fällst - werde ich ein Stück,
ein Stück des weges mit dir gehen

 

Kinder dieser Zeit

wir sind schwarze Schafe, kriminelle
Huren, Rocker und Rebellen
Randfiguren, Außenseiter
Straßenkids, Schallwellenreiter

Junkies, Träumer, Punks und Spinner
wir sind verlierer und Gewinner
Kinder dieser Zeit
die ihr schicksal vereint

was wir sind
sind wir zusammen
rauben dem Leben
die Köder von den Fallen


weiter immer weiter - immer weiter gehen
weiter immer weiter - bleib niemals stehen
weiter immer weiter - und du findest deinen Weg
den Weg, der stark macht - wenn man ihn geht

wir wollen das, was wir nicht kriegen
Freiheit und Piratenliebe
wir jagen Tag für Tag
unseren Träumen nach

regiert von kriminellen, die uns kriminalisieren
haben Gedanken, die niemand toleriert
doch eure Zeit ist um
da draussen sind noch mehr von uns

wir suchen
nach einem neuen Weg
nach der Ritze in der Mauer
der Realität

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Hass-tler

Masturbation
und Einsamkeit
die ganze Welt
ist Dein Feind, Dein Feind, Dein Feind, Dein Feind

den Kopf voller Testosteron
ein einsames Herz
die Jeans voll Hämorriden
die Lungen voll Teer

wenn das Hirn versagt
eskaliert die Gewalt
pubertäres Gepose
der Schwächere zahlt
hast nicht viele Freunde
und willst die nicht verlieren
willst die Geschichte wiederholen
willst wieder maschieren


du bist der Hass-tler - paranoid und verwirrt
du bist der Hass-tler - einmal durch's Gehirn gepieret
weit Weg von zu haus
im ewigen Nichts
und selbst hier
wartet niemand auf Dich

ein leerer Kopf
nur Dekoration
ein nutzloser Mund
null Reflektion

es sind immer die andern
Schuld hast Du nie
Du bist die Kopie
einer Kopie, einer Kopie, einer Kopie

 

Onkelz vs. Jesus

Wir waren doof, aber selbstbewusst
Mit stolz geschwellter Heldenbrust
Die Weichen war’n gestellt
Die Strassen unsre Welt

Wir benahmen uns wie Psychopathen
Waren sowieso nie eingeladen
Stress mit Gangs und der Polizei
Ging uns am Arsch vorbei

Es gab kein Ziel und keinen Plan
Kein Davor und kein Danach
S-H-O-C-K-N-O-N-S-T-O-P
Bis jeder versteh’n muss
Wir sind die Onkelz
Und bekannter als Jesus

Ein Leben auf 'nem Schleudersitz
Wir liefen rum mit Stroboblick
Es herrschte ein rauer Umgangston
Auf dem Weg zum Rockdiplom

Die Presse war der Richter
Nichts als Arschgesichter
Machten uns zum Phänomen
Ja so kann’s gehen

Völlig aus der Spur
Auf die immer (nett und freundlich) frech un-freundlich Tour
Wir wollten Elfen, Mädchen und Matronen
Liebten den Geruch von Benzin am Morgen

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Überstimuliert

es geht uns gut, was wollen wir mehr ?
unsere Bäuche sind voll, die Köpfe sind leer
Normen und Regeln - so muss es sein
perfekt arrengiert - wie in einem Schrein

wir sind faul und passiv
satt und naiv
sieh mir ins Gesicht
die Welt verschwindet nicht,
wenn du die Augen schliesst
ich sage dir - hier geht was schief


ich sage es jedem, der es hören will
du kennst den Weg und du bist das Ziel
steh zu dir und Folge keinem

Konventionsdressur - fader Schein
Lust am Überfluss - darf's noch was sein ?
wir sind infiziert - und ihr Kommerz-Klistier
kriegen wir ungefragt - den Arsch hochgejagt

jede Revolution
macht sich auf und davon
Kommerz hat gesiegt - kauft und seid lieb
wacht auf, sonst wird's noch schlimmer
zeigt ihnen euren Mittelfinger

 

Prinz Valium

Drogen sind meine Leben
vergiften Herz und Seele
krankes Kind, krankes Kind
die Hölle ist da, wo ich bin

es frisst mich auf
mir bleibt nicht viel zeit
es frisst mich auf, frisst mich auf
bei lebendigem Leib


ich bin da und bin es nicht
ich verliere mein Gesicht
ich bringe mich langsam um
ich bin Prinz Valium
ich bin Prinz Valium

ich frittiere mein Gehirn
ich will mich verlieren
fröhlich aufgestreut
ein Fall für Siegmund Freud

nichts mehr zu geben
die allerletzte Kurve nehmen
oder muss ich wählen
verrecken oder leben


ich bin da und bin es nicht
ich verliere mein Gesicht
ich lebe im Delirium
ich bin Prinz Valium
ich bin Prinz Valium

ich war ganz unten und ganz oben
hab mich selbst belogen
die Ausfahrt verpasst
mich aus der Kotze gezogen
wer den Hals nicht voll genug kriegt
kann leicht ersticken
ich will mich selbst nicht retten
ich will mich ficken

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Ihr hättet es wissen müssen

wir recyclen die Vergangenheit
und das, was übrig bleibt
wird es nur einmal geben
kann uns keiner nehmen

trocknet eure Tränen
lassst uns Abschied nehmen
ein letzter Toast, ein letztes Lied
die Zeit ist ein Dieb

für alle und keinen
wir sind am Ziel und mit uns im reinen
der letzte macht das Licht aus
wir gehen


ihr hättet es wissen müssen
ihr hättet es wissen müssen
Steine auf Herz und Seele
uns schießt der Saft in die Tränenkanäle
ihr hättet es wissen müssen
lasst euch zum Abschied küssen
vom überall ins nirgendwo
Geschichten enden nun mal so

uns kann's nicht immer geben
sehen uns im nächsten Leben
am ende einer Reise
aus unsere eigene weise

seht, das Ende naht
die letzten ihrer Art
die letzten von Format
sagen Gute Nacht

manchmal hat ein Jahr 12 Stunden
ein Tag nur 10 Sekunden
die Zeit ist ein Dieb
sie nimmt sich, was sie kriegt

wir stellen die Stühle hoch
wir sagen gute Nacht
wir stellen die Stühle hoch
es ist vollbracht
es ist vollbracht

WIR NEHMEN UNSEREN HUT
ALLES WIRD GUT
ALLES WIRD GUT
ALLES WIRD GUT

WIR NEHMEN UNSEREN HUT
ALLES WIRD GUT
ALLES WIRD GUT
ALLES WIRD GUT

 

A.D.I.O.Z

*Instrumental*

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Adios
Regel23/SPV - 26. Juli 2004
Charts: Platz 1


1. Feuer
2. Immer auf der Suche
3. Superstar
4. So was hat man
5. Ja, ja
6. Lass mich gehn
7. Fang mich
8. Einmal
9. Kinder dieser Zeit
10. Hass-tler
11. Onkelz vs. Jesus
12. Überstimuliert
13. Prinz Valium
14. Ihr hättet es wissen müssen
15. A.D.I.O.Z